Die Meer“jung“frauen von Jeju

Auf Jeju, einer Insel im Süden von Korea gibt es noch echte Meerjungfrauen. Die Hauptrolle ging mit ihnen baden.
Entgegen der sonstigen koreanischen Tradition sich eher über einen männlichen Nachkommen zu freuen, gilt auf Jeju die Redensart: „Wenn eine Tochter geboren wird, fangen wir ein Schwein und machen eine Party. Ist es aber ein Sohn, dann gibt es einen Tritt in den Arsch.“
Die Frauen waren es dort seit jeher, die die Inselökonomie durch harte Arbeit angetrieben haben. Besonders die sog. Meerjungfrauen haben einen hohen kulturellen und wirtschaftl. Ruf. Dabei handelt es sich um Taucherinnen, die ohne Sauerstoff-Maske an den Küsten bis zu 20 Meter in die Tiefe tauchen, um allerhand Meeresfrüchte, wie Muscheln und Oktopode frisch aus dem Meer zu tauchen. Frischer gehts echt nicht.

Geflirtet wurde natürlich auch, allerdings eher verhalten. Aufgrund von Hai-Angriffen, Ertrinken und schlussendlich auch wegen der harten Arbeit, ist die Zahl an neuen Taucherinnen stark rückgängig. So liegt das Durchschnittsalter bei etwa 60 Jahren.
Die Zubereitung der Meeresfrüchte ist keine zimperliche Angelegenheit und schon eine Show für sich. Das eigentliche Erlebnis ist es aber, wenn eine Gruppe von Damen erfolgreich an die Küste zurückkehrt, sich erschöpft aus den Taucheranzügen schält und schlussendlich stolz und charmant ihren Fang präsentiert und damit handelt.

Noch keine Kommentare bis jetzt

Einen Kommentar schreiben