Being Bundespräsident

Heuer hast du bei den Wahlen hoffentlich vor dem Ankreuzeln nachgedacht was du tust, denn der Präsident ist nicht nur oberster Befehlshaber über das Bundesheer, er kann auch verurteilte Straftäter begnadigen und sogar uneheliche Kinder zu ehelichen erklären.

Und dafür wird er auch gar nicht schlecht entlohnt, denn mit etwa 330.000€ im Jahr kann man schon so einiges anstellen. Sein US-amerikanischer Amtskollege streift sogar ca. 359.000€ im Jahr ein, während Wladimir Putin nach eigenen Angaben mit schlappen 145.000€ jährlich sein Auslangen finden muss. Sollte sich dein Berufsziel jetzt auf Präsident geändert haben, dann hast du frühestens in 6 Jahren die Möglichkeit zu kandidieren. Wenn der amtierende Präsident sterben sollte, sogar schon früher.
Um antreten zu können, musst du am Wahltag das 35. Lebensjahr abgeschlossen haben und bis spätestens 30 Tage vor der Wahl 6.000 beglaubigte Unterstützungserklärungen und 3.600€ im Innenministerium abliefern.
Bis 2004 bestand in manchem Bundesland sogar noch die gesetzliche Pflicht bei der BP-Wahl seine Stimme abzugeben. In Belgien, einem Land mit üblicherweise sehr hoher Wahlbeteiligung, können Nichtwähler mit einer Strafe von 50€ belangt und nach vier Verstößen sogar vom Wahlgang ausgeschlossen werden.

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